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31.01.23 – 29.04.231 Woche
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Traumurlaub auf La Gomera

Urlaub für sanfte Touristen und unternehmungslustige Entdecker. Falls Ihnen auf La Gomera hinterher gepfiffen wird, liegt das möglicherweise an „El Silbo“, einer Pfeifsprache, mit der die Guanchen, die Ureinwohner von La Gomera, über die tiefen Schluchten des Naturparadieses hinweg Nachrichten übermittelt haben. Eine überaus praktische Tradition, die sich bis heute erhalten hat.

Der vulkanische Ursprung, auch der Grund für die vielen Höhenunterschiede auf der mit knapp über 370 Quadratkilometern zweitkleinsten Insel der Kanaren, ist in der Tat nirgendwo zu übersehen. Wuchtige, imposante Felslandschaften prägen vor allem das Zentrum der Insel, sorgen aber zugleich an vielen Stellen für ein spektakuläres Küstenpanorama. (Fotoapparat also besser nicht vergessen!) Aufgrund dieser ausgedehnten Steilküste verfügt La Gomera über vergleichsweise wenige, mitunter nur zu Fuß erreichbare Badebuchten. Diese sind jedoch echte Geheimtipps und bieten ihren Entdeckern Ruhe und Entspannung, einen einzigartigen Ausblick, zum Teil schwarzen Sandstrand sowie das glasklares Wasser des Atlantiks – also den perfekten Erholungsurlaub.

Ideal für Wanderfreunde - eine Schatzkammer für Naturkundler

Vom ausgedehnten Spaziergang bis hin zur geführten Wander- oder Trekking-Tour, La Gomera bietet seinen Gästen eine Vielzahl von Möglichkeiten, die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt intensiv zu erleben. (Dabei ist übrigens festes Schuhwerk durchaus empfehlenswert.) Ein umspannendes und dabei g ut ausgeschildertes Netz an Wanderwegen hilft den Touristen bei der Erkundung der üppigen und weltweit kaum vergleichbaren Flora mit schätzungsweise 2000 Pflanzenarten, die durch das subtropische Klima auf La Gomera bestimmt wird. Und genau dieses Klima – in den Ferienmonaten liegen die Temperaturen bei durchschnittlich 25 Grad mit zumeist 0 Tagen Regen – könnte Sie ja veranlasst haben, endlich die neueste Sommermode zu präsentieren. Und dann war der Pfiff wohl eher ein Ausdruck von Bewunderung. Wie gesagt, auf La Gomera wird viel und – zumindest in dem Fall – sicher auch gerne gepfiffen. Rundum: Ein Urlaub mit Pfiff.

Sehenswertes La Gomera

Sanft zur Natur - Reisen mit bestem Gewissen

Die zweitkleinste Kanareninsel gilt noch immer als touristischer Geheimtipp. Ein Urlaub auf der schönen Atlantikinsel La Gomera ist also weniger etwas für Fans ausgelassener Partys als für Freunde außergewöhnlicher Naturerlebnisse. Und ideal für Reisende mit einem Blick für faszinierende Landschaften, idyllische Dörfer und seltene Tiere.

„Agulo“, im Norden von La Gomera, ist quasi der Inbegriff dörflicher Romantik. Mit den verwinkelten Gassen, eingerahmt von Gebäuden aus der Kolonialzeit, mit einer schmucken Kirche im maurischen Stil und einem fantastischen Meerblick bietet Agulo alle Zutaten für perfekte Urlaubseindrücke. (Die Kame ra also immer griffbereit halten.) Direkt neben dem romantischen Dorf befindet sich das wildromantische Tal „Hermigua“ mit den Zwillingsfelsen „Roques de San Pedro“. Neben der beeindruckenden Weite und einer abwechslungsreichen Natur beschert das grüne und fruchtbare Tal den Einwohnern die größte Bananenernte der Insel. (Die Besonderheit dieser schmackhaften Frucht werden wir Ihnen gleich genauer beschreiben.)

Ein Dorf und seine Töpfer

Terrassenförmig angelegt schmiegen sich die kleinen Steinhäuschen von „El Cerado“ optimal in die Berglandschaft von La Gomera. Im sogenannten „Töpferdorf“ werden gleich in mehreren Werkstätten Keramiken nach alter Handwerksschule hergestellt. Tipp: Die tönernen Schalen und Krüge sind hübsche und or iginelle Geschenke und zudem auch in der heimischen Küche äußerst praktisch. Übrigens: Um die genannten Ziele und andere Sehenswürdigkeiten bequem erreichen zu können, ist ein Mietwagen unbedingt empfehlenswert (und durchaus bezahlbar). Wie gesagt, La Gomera ist noch immer ein Geheimtipp und touristisch nicht so erschlossen wie manch andere Kanareninsel.

Vom Meer aus betrachtet

Sie befinden sich an der Nordküste La Gomeras und lassen sich am besten vom Boot aus bestaunen: Die Rede ist von „Los Organos“, den berühmten „Orgelpfeifen aus Basalt“. Die Meeresbrandung hat die eigentümlichen Säulen quasi aus der erkalteten Lava gespült und im Laufe der Jahrtausende „verfeinert“. Ein einmaliges Kunstwerk der Natur. In den Küstenorten „Playa Santiago“ und „Valle Gran Rey“ werden Ausflüge zur schönsten Felswand der Kanaren angeboten. Möglicherweise erblicken Sie auf der Fahrt dorthin schon Delfine oder sogar Wale. Um die mächtigen Säugetiere aber ganz sicher anzutreffen, sollten Sie allerdings an einer „Wal- und Delfintour“ teilnehmen. Neben der „Wal- Garantie“, Pilot- und Grindwale halten sich hier nämlich gerne auf, auch große Pottwale sind schon gesichtet worden, können Sie sich so ruhigen Gewissens den imposanten Tieren nähern, denn beim „sanften Whalewatching“ werden wichtige Verhaltensregeln zum Schutz der Arten eingehalten. Berücksichtigen Sie also nur qualifizierte Anbieter.

Mini-Bananen und Palmenhonig

Eine echte Spezialität auf La Gomera sind die kleinen Bananen, die im eben erwähnten „Hermigua- Tal“ und auf vielen Plantagen in den flacheren Küstenregionen gezüchtet werden. Und sie gibt es wirklich nur hier, denn ähnlich wie bei Wein- oder Zitrusfrüchten wird auf La Gomera heute nur für den Eigen bedarf und nicht für den Export angebaut. Die „Gomera- Banane“ ist also nicht nur besonders klein und aromatisch sondern eine wahre Rarität, die auch gerne, gemixt mit anderen Früchten der Region, in einem erfrischenden Fruchtsaft landet, im sogenannten „Zumo“. Sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Ebenfalls eine reine Inselspezialität ist der Palmenhonig, gekocht aus dem Saft der Datteln. Die Einsatzgebiete für den „Miel de Palma“: Als Süßstoff für verschiedene Speisen, als wichtige Zutat des „Gomerón“, des „Gomera- Rums“, als Sirup auf den leckeren Pfannkuchen oder einfach so zum Naschen. Ein Gläschen Palmhonig ist übrigens auch ein nettes und erschwingliches Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

So ein Käse

Eine weitere inseltypische Delikatesse ist der „Queso blanco“, ein geräucherter Ziegenkäse. Je nach Reifegrad schmeckt er mal milder, mal herzhafter. Jede Räucherhütte hat außerdem ein eigenes, natürlich streng geheimes Rezept für die individuelle Geschmacksabrundung. Geräuchert wird mit getrocknete Reisig der „Java- Pflanze“, die in den Höhenlagen auf La Gomera prächtig gedeiht und dem Käse ein ganz eigenes, würziges Aroma verleiht. Die frische Milch der Ziegen wird mitunter aber auch zur Herstellung eines speziellen Desserts verwendet. „Leche asada“ nennt sich die mit Eiern und Zucker gebackene Ziegenmilch. Verfeinert mit dem eben vorgestellten „Miel de Palma“ eine ganz besonders süße Köstlichkeit. Ziegenkäse, Weißbrot, dazu ein guter Landwein aus der Umgebung, so einfach ist echter Genuss a La Gomera.